Zac gehört zur untersten Schicht, zu den Ärmsten der Ärmsten. Schon sehr früh muss er erleben, was es heißt, zum Arbeiten und Dienen geboren zu sein.

Eine Nachts wird er von einer unbekannten Stimme mit den Worten ´Zac, du bist eines Besseren bestimmt. Folge deiner Mission! Du wirst gebraucht` geweckt. Hat seine Fantasie ihm nur einen Streich gespielt oder war es eine Botschaft?

Als sein Herr ihn eines Tages wieder schlecht behandelt, läuft er einfach weg und somit beginnt das Abenteuer seines Lebens. Böse Mächte wollen die Menschheit vernichten. Kann Zac das verhindern?

„Zac und der geheime Auftrag“ handelt von Freundschaft, Mitgefühl, dem positiven Miteinander, Zusammenhalt, Mut und Liebe. Dinge, die im heutigen Leben so wichtig sind und leider oft in Vergessenheit geraten.

Mit Illustrationen von Ulrike Hölker.

 

http://www.karinaverlag.at/products/zac-und-der-geheime-auftrag-von-britta-kummer/

 

https://www.amazon.de/Zac-geheime-Auftrag-Karina-Verlag/dp/3961116687/ref=asap_bc?ie=UTF8

 

Leseprobe

„So wie Sir Rafael mir berichtete, verschwinden immer mehr Menschen. Die Tiere der Bauern werden gerissen, aber nicht gefressen. Riesen sind gesichtet worden, als sie über den Bergpass kamen. Und auch die Drachen verhalten sich neuerdings seltsam. Sir Rafael meinte, dass alle hier bisher in Harmonie zusammengelebt haben …“ Er warf Simon einen Blick zu, der Bestätigung des zuletzt Erzählten erbat. Dieser reagierte sofort und nickte.

Simon hob die Hand, traute sich aber nicht zu sprechen.

„Ja, Junge, was ist?“

Als erzählte er ein Geheimnis, senkte Simon die Stimme zu einem Flüstern. „Also es ist so. Die alten Geschichten erzählen, dass hier früher ein Magier gelebt hat, Marzeran. Er war engster Vertrauter des damaligen Gebieters und wurde vergöttert, da er nur Gutes für die Menschheit tat. Doch er verliebte sich in die falsche Frau: Es war die Tochter des Herrn. Der verbot diese Liebe, aber die zwei trafen sich heimlich weiter. Dann erfuhr der Herr, dass seine Tochter guter Hoffnung war und ein Kind empfangen würde. Darüber war er so erbost, dass er sie und das Ungeborene tötete. Als Marzeran das erfuhr, und die Leiche seiner Geliebten fand, schwor er Rache. Bisher hatte er seine Kräfte nur für das Gute eingesetzt. Aber nun verwendete er sie dafür, die Leute hier zu strafen und quälen. Alle sollten dasselbe Leid empfinden wie er. Und nicht nur die Leute hier, alle Menschen sollten von nun an Schmerzen erleiden. Als er hier alles vernichtet hatte, verschwand er. Was ist, wenn er zurückgekehrt ist? Sich die Macht der Drachen und die Kraft der Riesen zu Eigen gemacht hat, um sich erneut an den Menschen zu rächen?“

„Aber das ist doch schon so lange her“, brachte Zac sich ein. „Ihr könnt doch nichts dafür.“

„Das ist richtig. Vielleicht hat er aber inzwischen Gefallen daran gefunden und ist so böse geworden, dass er davon nur noch getrieben wird.“

© Britta Kummer